Zur Erinnerung an die Aufhebung der Belagerung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg findet jedes Jahr im Juni in Hanau das Lamboyfest statt! Geboten wird bei dem Traditionsfest ein umfangreiches Programm, bei dem die Altstadt zwischen Schlossplatz und Freiheitsplatz in eine große Feier- und Kulturzone verwandelt wird.

Orange in blue

Auf mehreren großen und kleineren Bühnen, die über das Festgelände verteilt sind, wurde auch bei der 382. Auflage des Volksfestes über drei Tage hinweg ein breit gefächertes Musikprogramm geboten. Das Repertoire reichte dabei von Folk und Weltmusik über Pop und Rock hin zu Jazz, Electro-Beats oder A Capella-Klängen.

Sternentramper in der Nachmittagshitze am Goldschmiedehaus

Dabei sind lokale Bands und Künstler genauso vertreten gewesen wie überregional bekannte Acts. Bei großer Hitze durfte etwa "Sternentramper" aus Hanau auf der Bühne am Goldschmiedehaus seinen Nachmittagsauftritt am Samstag bewältigen.

Stereoplanet ist ein neues deutschsprachiges Pop/Rock-Quartett um den schon überregional bekannten Sänger und Songwriter Oliver Klösel aus Hanau, der schon über langjährige Erfahrungen als Berufsmusiker und Musik-Dozent verfügt.

Stereoplanet in Concert

Die Band nutzte im Herbst 2017, nach über einem halben Jahr Studioarbeit, in einer kleinen Release-Tour die Gelegenheit ihr im eigenen Diary Record Tonstudio selbst-produziertes Erstlings-Album "Klar" dem Publikum zu präsentieren.

Stereoplanet - Oliver Klösel

Dieses Werk enthält dabei zahlreiche Eigenkompositionen mit Pop-Songs, Rock-Nummern bis hin zu alternativen Klängen, in denen der Stil englischer Sixties-Bands mit Sound-Elementen aus den 80ern verknüpft wird.

Mitten im August fand die Band Annwn um die Harfenistin und Sängerin Sabine Hornung an einem frühen Sonntagabend den Weg ins osthessische Fulda.

Annwn im Vonderau-Museum in Fulda

In der nahezu vollbesetzten historischen Kapelle des Vonderau Museums präsentierte die Gruppe dabei zahlreiche Songs aus ihren bislang schon drei Studioalben, wobei das neueste Werk "Enaid", erschienen im Jahr 2016, sicherlich im Mittelpunkt stand. 

Annwn im Vonderau-Museum in Fulda

Dabei reichte das musikalische Repertoire der Annwn-Künstler von mittelalterlicher Musik aus verschiedenen Traditionen bis hin Weltmusik-Klängen. Dazu kamen diverse Eigenkompositionen in historisch anmutendem Stil. Den Kern bildete Tonkunst aus keltisch geprägten Ländern, wie etwa Bretagne, Irland oder Schottland. Aber auch die sephardische Musiktradition des mittelalterlichen Spanien kam im Konzertverlauf nicht zu kurz.

Manchmal kann ein eigentlich unschöner Anlass eine durchaus positive Erfahrung zur Folge haben. So geschehen nach der Absage des Auftritts der bretonischen Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel im Darmstädter Jagdhofkeller, die – verursacht durch die mit ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft verknüpften Belastungen – gezwungen war, einen Teil ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee zu streichen.

Gwennyn im Jagdhofkeller

Den rührigen Organisatoren der stimmungsvollen Veranstaltungsstätte im Stadtteil Bessungen war es jedoch – wie verlautete mit dem Lockmittel Entenbraten – gelungen, kurzfristig ein überaus adäquates "Ersatzprogramm" zu präsentieren, so dass sich den Interessierten unter den Corbel-Fans die Gelegenheit bot am Abend des 7. November eine andere Künstlerin aus der Bretagne kennenzulernen: "Gwennyn – die bezaubernde Stimme der neuen bretonischen Musikszene."

Gwennyn und "ihre Jungs"

Die in Rennes geborene Sängerin verbindet in ihrer Musik die keltischen Traditionen der bretonischen Folklore mit modernen Elementen zu einer sehr individuellen Form von Pop-Folk-Rockmusik. Ihre warme und ausdrucksvolle Stimme erklingt dabei sowohl in französisch und englisch, aber vor allem natürlich in ihrer bretonischen Muttersprache.

Die norwegische Singer-Songwriterin Marit Larsen konnte am 4. Oktober das zahlreich erschienene Publikum mit einem kurzen Live-Konzert auf der großen Bühne an der Frankfurter Alten Oper – im Rahmen der Festivitäten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit – bezaubern.

Marit Larsen an der Alten Oper

Bei dieser Gelegenheit präsentierte die zierliche Sängerin zusammen mit ihrer Band eine Auswahl von selbstkomponierten, oft melancholisch anmutenden Folk-/Pop-Stücken – vorwiegend aus ihrem aktuellen Album "When The Morning Comes." Darunter der eingängige, beinahe schon hymnische, Titelsong, mit dem sie das Programm einleitete – aber natürlich auch ihr schon etwas älterer internationaler Nummer-1-Hit "If A Song Could Get Me You."

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