Ein Highlight der großen Einweihung der neuen Frankfurter Altstadt war das Konzertprogramm. Am Samstagabend gastierte dabei der Sänger Andreas Kümmert, nach Einbruch der Dunkelheit, mit seiner Band in der Mainmetropole.

Andreas Kümmert voller Energie beim Altstadtfest

Schnell sorgten die Musiker mit ihren markanten Blues-, Rock- und Soul-Klängen für beste Stimmung unter den überaus zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauern.

Virtuos an der Gitarre

Zum Repertoire dieses Konzertabends zählten zahlreiche Titel von Kümmerts bisher erschienenen eigenen Tonträgern, darunter dem neuen Album "Lost And Found", wie etwa "Keep My Heart Beating" aber auch etliche Coversongs von Größen aus dem Soul-, Pop-Rock- und Blues-Bereich.

Zur Erinnerung an die Aufhebung der Belagerung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg findet jedes Jahr im Juni in Hanau das Lamboyfest statt! Geboten wird bei dem Traditionsfest ein umfangreiches Programm, bei dem die Altstadt zwischen Schlossplatz und Freiheitsplatz in eine große Feier- und Kulturzone verwandelt wird.

Orange in blue

Auf mehreren großen und kleineren Bühnen, die über das Festgelände verteilt sind, wurde auch bei der 382. Auflage des Volksfestes über drei Tage hinweg ein breit gefächertes Musikprogramm geboten. Das Repertoire reichte dabei von Folk und Weltmusik über Pop und Rock hin zu Jazz, Electro-Beats oder A Capella-Klängen.

Sternentramper in der Nachmittagshitze am Goldschmiedehaus

Dabei sind lokale Bands und Künstler genauso vertreten gewesen wie überregional bekannte Acts. Bei großer Hitze durfte etwa "Sternentramper" aus Hanau auf der Bühne am Goldschmiedehaus seinen Nachmittagsauftritt am Samstag bewältigen.

Stereoplanet ist ein neues deutschsprachiges Pop/Rock-Quartett um den schon überregional bekannten Sänger und Songwriter Oliver Klösel aus Hanau, der schon über langjährige Erfahrungen als Berufsmusiker und Musik-Dozent verfügt.

Stereoplanet in Concert

Die Band nutzte im Herbst 2017, nach über einem halben Jahr Studioarbeit, in einer kleinen Release-Tour die Gelegenheit ihr im eigenen Diary Record Tonstudio selbst-produziertes Erstlings-Album "Klar" dem Publikum zu präsentieren.

Stereoplanet - Oliver Klösel

Dieses Werk enthält dabei zahlreiche Eigenkompositionen mit Pop-Songs, Rock-Nummern bis hin zu alternativen Klängen, in denen der Stil englischer Sixties-Bands mit Sound-Elementen aus den 80ern verknüpft wird.

Mitten im August fand die Band Annwn um die Harfenistin und Sängerin Sabine Hornung an einem frühen Sonntagabend den Weg ins osthessische Fulda.

Annwn im Vonderau-Museum in Fulda

In der nahezu vollbesetzten historischen Kapelle des Vonderau Museums präsentierte die Gruppe dabei zahlreiche Songs aus ihren bislang schon drei Studioalben, wobei das neueste Werk "Enaid", erschienen im Jahr 2016, sicherlich im Mittelpunkt stand. 

Annwn im Vonderau-Museum in Fulda

Dabei reichte das musikalische Repertoire der Annwn-Künstler von mittelalterlicher Musik aus verschiedenen Traditionen bis hin Weltmusik-Klängen. Dazu kamen diverse Eigenkompositionen in historisch anmutendem Stil. Den Kern bildete Tonkunst aus keltisch geprägten Ländern, wie etwa Bretagne, Irland oder Schottland. Aber auch die sephardische Musiktradition des mittelalterlichen Spanien kam im Konzertverlauf nicht zu kurz.

Manchmal kann ein eigentlich unschöner Anlass eine durchaus positive Erfahrung zur Folge haben. So geschehen nach der Absage des Auftritts der bretonischen Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel im Darmstädter Jagdhofkeller, die – verursacht durch die mit ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft verknüpften Belastungen – gezwungen war, einen Teil ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee zu streichen.

Gwennyn im Jagdhofkeller

Den rührigen Organisatoren der stimmungsvollen Veranstaltungsstätte im Stadtteil Bessungen war es jedoch – wie verlautete mit dem Lockmittel Entenbraten – gelungen, kurzfristig ein überaus adäquates "Ersatzprogramm" zu präsentieren, so dass sich den Interessierten unter den Corbel-Fans die Gelegenheit bot am Abend des 7. November eine andere Künstlerin aus der Bretagne kennenzulernen: "Gwennyn – die bezaubernde Stimme der neuen bretonischen Musikszene."

Gwennyn und "ihre Jungs"

Die in Rennes geborene Sängerin verbindet in ihrer Musik die keltischen Traditionen der bretonischen Folklore mit modernen Elementen zu einer sehr individuellen Form von Pop-Folk-Rockmusik. Ihre warme und ausdrucksvolle Stimme erklingt dabei sowohl in französisch und englisch, aber vor allem natürlich in ihrer bretonischen Muttersprache.

Die norwegische Singer-Songwriterin Marit Larsen konnte am 4. Oktober das zahlreich erschienene Publikum mit einem kurzen Live-Konzert auf der großen Bühne an der Frankfurter Alten Oper – im Rahmen der Festivitäten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit – bezaubern.

Marit Larsen an der Alten Oper

Bei dieser Gelegenheit präsentierte die zierliche Sängerin zusammen mit ihrer Band eine Auswahl von selbstkomponierten, oft melancholisch anmutenden Folk-/Pop-Stücken – vorwiegend aus ihrem aktuellen Album "When The Morning Comes." Darunter der eingängige, beinahe schon hymnische, Titelsong, mit dem sie das Programm einleitete – aber natürlich auch ihr schon etwas älterer internationaler Nummer-1-Hit "If A Song Could Get Me You."

Schon fünf Jahre kommt die bretonische Sängerin und keltische Harfenistin Cécile Corbel nun regelmäßig im Rahmen ihrer herbstlichen Deutschland-Tournee ins südhessische Darmstadt.

Cécile Corbel 

Ihr sechstes Konzert am Samstag, 08. November im urigen Jagdhofkeller im Stadtteil Bessungen war – trotz Bahnstreik – schon im Vorfeld völlig ausverkauft.

Dieses Jahr hatte die Künstlerin gleich zwei neue Tonträger im Gepäck. Erst im Oktober war ihr neues Werk "La Fiancée" erschienen. Außerdem hatte sie am Soundtrack zum 3D-Dokumentarfilm "Terre des Ours" (dt. "Im Land der Bären") mitgewirkt, der das Leben der Braunbären auf der russischen Halbinsel Kamtschatka zum Gegenstand hat.

Jagdhofkeller Quartett

Viele Songs, die von ihr an diesem Abend präsentiert wurden, stammten dementsprechend von diesen Alben. Hervorzuheben dabei besonders das Lied "Fille Du Miroir" mit seinem eingängigen Cello-Thema, der Song "Jardin Secret" oder das tieftraurige "Tristes Noces." Das ferne Land aus Feuer und Eis, in dem die wilden Bären leben, wurde im Titel "Kamchatka" vor dem inneren Auge der Zuhörerinnen und Zuhörer zum Leben erweckt.

Einer der musikalischen Höhepunkte der diesjährigen Sommerwerft war sicherlich der erneute Auftritt der Gruppe "Triskilian" aus dem Aschaffenburger Raum.

Jule an der NyckelharpaTriskilian im Beduinenzelt

Die vier Musikerinnen und Musiker zauberten dabei zahlreiche traditionelle Songs und Instrumentalstücke aus verschiedenen historischen Epochen und geografischen Regionen sowie diverse märchenhafte Eigenkompositionen auf die Bühne im Beduinenzelt. Dargeboten wurden die Stücke akustisch auf zahlreichen traditionellen Instrumenten. Der Sängerin und Instrumentalistin Jule, gelang es mit ausdrucksvoller Stimme und Spiel, die Zuhörer im gut gefüllten Zelt auf eine Reise in mystische Räume und Zeiten zu entführen.

Mit frischem Songmaterial sowie mit Cello-Begleitung, machte die bretonische Harfenistin und Sängerin Cécile Corbel am 2. November erneut Station im auch diesmal völlig ausverkauften Darmstädter Jagdhofkeller.

 
Cécile Corbel im Jagdhofkeller   Cécile beim Spiel
Cécile Corbel im Jagdhofkeller   Cécile beim Spiel

Dabei wusste die Künstlerin mit der ihr eigenen Synthese aus virtuosem Harfenspiel und gefühlvollem gesanglichem Vortrag, die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer, in der stimmungsvollen Location des altertümlichen Kellergewölbes im Stadtteil Bessungen, wieder einmal zu begeistern.

 
Fröhlich   Cello-Klänge
Fröhlich   Cello-Klänge

Nachdem Cécile Corbel, im Rahmen des Auftritts im Vorjahr, schon einen ersten, kurzen Ausblick auf ihr bevorstehendes Album gewährte, konnte sie bei diesem Konzert zahlreiche Lieder des neuen Tonträgers mit dem Titel "Roses (SongBook Vol. 4)", der im Sommer 2013 erschienen ist, präsentieren. Herausragend dabei u. a. die traurige Liebesballade "Jenovefa" oder der Song um Seelenfreunde "A Suivre." Ein besonders lebendiger und vom Publikum bejubelter Farbtupfer wurde durch den instrumentalen Tanz "Folia" aus dem 15. Jahrhundert geliefert.

Ein Highlight der diesjährigen Hanauer Kultour-Reihe war sicherlich der Auftritt der Harfenistin Nadia Birkenstock am 14. März im Kult.urCafé Amadeo. Mit ihrer keltischen Harfe wusste die Künstlerin das, trotz der widrigen Witterungsbedingungen, zahlreich erschienene Publikum zu begeistern.

 
Nadia Birkenstock im Amadeo   Beschreibung der Stücke
Nadia Birkenstock im Amadeo   Beschreibung der Stücke

Dieses wurde von der Solistin im Verlauf des Abends auf eine bezaubernde musikalische Reise durch die Länder mit keltisch geprägter Musiktradition – wie Irland, Schottland oder auch die Bretagne – mitgenommen. Zum Repertoire der renommierten aus Solingen stammenden Musikerin, die gern gesehener Gast auf internationalen Festivals – wie den "Rencontres Internationales de la Harpe Celtique" – ist, gehören sowohl eigene Songs und Kompositionen als auch traditionelle Folk-Stücke aus dem keltischen Bereich.

 
"Handarbeit"   Zauberhafte Klänge auf der keltischen Harfe
"Handarbeit"   Zauberhafte Klänge auf der keltischen Harfe

 Im Programm für die Brüder-Grimm-Stadt, präsentierte sie Stücke aus ihren verschiedenen Alben zu denen mit "Der verzauberte See" auch eine Märchenproduktion, die irische Märchen und Geschichten vertont, zählt. Dabei wechselten sich emotionale Instrumentalweisen mit von ihrer sanften und ausdrucksvollen Stimme getragenen Liedern ab. Durch die Synthese aus virtuosem Harfenspiel und gefühlvollem gesanglichem Vortrag, gelang es Nadia Birkenstock mit Leichtigkeit das Publikum im Kult.urCafé zu faszinieren.

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