Nach dem letztjährigen Erfolg mit dem von "Lorraine Médiévale" neugestalteten Mittelaltermarkt im hessischen Heusenstamm, folgte am 12. und 13. Oktober 2024, bei eher herbstlich-frischen Bedingungen, die zweite Ausgabe an und im Schloss Schönborn.

Zur Eröffnung gab es am Samstag gegen 14:00 Uhr einen Umzug der Teilnehmenden, gefolgt von einem Grußwort des Magistrats auf der Hauptbühne. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Schlossinnenhof sowie im Bereich am Bannturm noch mehr Stände mit mittelalterlichen Waren zu finden.

Schmuckgestalter und Handwerker, wie Gewandschneider, Schuhmacher und Lederer, aber auch Holzschnitzer, Spielzeugmacher und Seifensieder, präsentierten ihre unterschiedlichen Arbeiten.
Außerdem wurde wieder ein reichhaltiges kulinarisches Angebot aufgefahren. Gereicht wurden bei der Bäckerey vielfach belegte Fladen und Brote. Dazu kamen Flammkuchen aus dem Holzbackofen. Auch an Gegrilltem und Gebratenem wie Bullenrippen, Würsten oder Steaks herrschte keinerlei Mangel.

Auch orientalische Köstlichkeiten und Waffeln oder gebrannte Nüsse luden zum Genuss ein. An den Tavernen wurde zudem leckeres Bier und Met, aber natürlich auch alkoholfreie Getränke ausgeschenkt.
Wegen des Andrangs im Vorjahr – mit teilweise längeren Wartezeiten in dichten Schlangen – waren diesmal von den Organisatoren auch im ersten Innenhof sogar eine weitere Taverne und zusätzliche Essensstände eingerichtet worden.

Das Kulturprogramm konnte sich auch in diesem Jahr inhaltlich durchaus wieder sehen lassen – nach Einbruch der Dunkelheit im Bereich der Hauptbühne optisch allerdings eher schlecht. Ein wenig mehr Bühnen-Beleuchtung (von vorn) könnte also durchaus nicht schaden, sodass die Künstler für die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher auch am Abend noch einigermaßen erkennbar bleiben.
Ein wenig beeinträchtigt wurden die tolle Atmosphäre und der Musikgenuss leider zeitweise durch den nicht unerheblichen Lärm des Flugverkehrs vom nahe-gelegenen Rhein-Main-Airport.

Die bekannte Gruppe "Capud Draconis" zauberte diesmal als Trio mit Dudelsack und Trommel verschiedene lautstarke Auftritte auf die Bühne. Eine besondere Attraktion waren die Spielleute von "Krless" aus der goldenen Stadt Prag, das "Beste, was Tschechien in diesem Musikgenre zu bieten hat." Für gute Laune sorgten darüber die "PapperlaBarden" aus Marburg mit ihren humorvollen musikalischen Einlagen und "feinstem Barden-Folk."

"Hubertus der Fahrende" präsentierte immer wieder – besonders zum Vergnügen der kleinen Besucher – Jonglage (sogar mit Tüchern), Akrobatik und Gaukeley. Dabei begleitete er auch die Auftritte der Bands.

Dazu kam der "Der Fliegende Holländer" von der niederländischen Küste mit seinem Holzschiff auf den Markt. Im Gepäck hatte er mal schaurige, mal lustige Geschichten, von seinen Reisen auf den sieben Meeren, die er immer von Zeit zu Zeit zum Besten gab.
